Hunde im Mittelalter: Der beste Freund des Menschen in Dichtung und Gebrauchsschrifttum

Si habent ir herrn so lip, das si offt umb si sterbent... Der Hund gilt als ältestes Haustier des Menschen. Schon aus der Steinzeit ist überliefert, dass er als Jäger und Wächter eingesetzt wurde. In den frühen Hochkulturen in Mesopotamien und Ägypten wurde er als Gott oder Gottbegleiter hoch verehrt. Die früheste Erwähnung des Hundes…

Augenheilkunde im Mittelalter

Diu augen sint zwai edleu glider... Das Auge ist ein Sinnesorgan und dient zum Erfassen von Lichtreizen. Schon im Mittelalter (bzw. lange davor) hatte man erkannt, wie wichtig die Erhaltung der Sehkraft und die Behandlung etwaiger Augenerkrankungen sind. Augenheilkunde, in der Fachsprache auch Ophthalmologie oder Ophthalmiatrie genannt, gilt als eine der ersten eigenständigen medizinischen Teildisziplinen…

Wundversorgung im Mittelalter

Von den wúnden, das si volhailn – Verletzungen und Wunden gehörten zum Alltag des mittelalterlichen Menschen, deshalb beschäftigten sich sehr viele Mediziner mit der Wundheilung. Mit wundärztlichen Maßnahmen sind sowohl operative Eingriffe als auch Zusammensetzung, Herstellung und Anwendung von Heilmitteln zur Behandlung von Wunden zusammengefasst. Zu diesen Mitteln zählten all jene Arzneien, die helfen konnten,…

Zeichen des Lebens und des Todes in der Medizin des Mittelalters

Das ist von dem zaichen des lebens oder des todes... Bereits in den ältesten medizinischen Texten finden sich sogenannte Todeszeichen. Lange verstand man darunter Zeichen, die darauf hindeuten, dass ein Kranker voraussichtlich sterben wird und nicht etwa Indizien für den bereits eingetretenen Tod. Mit der Feststellung oder Beschreibung des tatsächlich eingetretenen Todes hatten Ärzte im…

Zur Harnschau in der Medizin des Mittelalters

Hye schol man schawn den harm, wie sich verwandel sein varib... Bereits in der Antike griff man auf die Betrachtung des Urins eines Kranken zurück, um Krankheiten festzustellen. Ab dem Frühmittelalter war die Harnschau das führende diagnostische Verfahren der Ärzte. Im 12. Jahrhundert entwickelte man eine Harnregionenlehre: Die analysierenden Ärzte sahen im Harnglas die Topographie…

Ein Blick in die Medizingeschichte: Von Kos über Bagdad und Salerno bis nach Admont

Im Rahmen des Sparkling Science Projektes Arbeitskoffer zu den Steirischen Literaturpfaden des Mittelalters beschäftigte sich unser Projektteam der Universität Graz gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der 6. Klasse des Gymnasiums in Knittelfeld (Obersteiermark) im Schuljahr 2017/18 intensiv mit einem mittelalterlichen Medizinbuch aus der Region, dem sogenannten Admonter Bartholomäus. Unter anderem wurde in gemeinsamen Workshops…

Spiconardus – der geheimnisvolle Unbekannte

Immer wieder stoßen wir in mittelalterlichen Texten auf Spiconardus - eine Pflanze, der unterschiedlichste heilende Wirkungen nachgesagt werden. Im Admonter Bartholomäus, der Abschrift eines Arzneibuches aus dem 15. Jahrhundert, ist ihr sogar ein eigenes Kapitel gewidmet, in dem die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten beschrieben werden. Das sind die tugent, die Spiconardus hat. Aus demselben kraut macht Maria…

Honig in der Medizin des Mittelalters

Daz hong ist zuo mangerlai guot ... wusste nicht erst Konrad von Megenberg am Beginn des 14. Jahrhunderts zu berichten. Neben seinem Einsatz als Süßungsmittel in der Küche stellte Honig im Mittelalter die Basis für zahlreiche Arzneimittel dar. Allein im Admonter Bartholomäus, der Abschrift eines Arzneibuches aus dem 15. Jahrhundert, finden sich 41 Honigrezepte zur…